Hund bellt Menschen an

Hund bellt Menschen an

Hund bellt Menschen an

Hunde sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – egal ob Hundehalter oder nicht. Wir treffen die Vierbeiner mittlerweile überall, ob im Park, bei uns Zuhause oder auf der Straße. Auch wenn Hunde, wie wir sie in der heutigen Form kennen, ausschließlich durch die Domestikation von uns Menschen entstanden ist, sollten wir immer wieder daran denken, dass sie trotz dessen noch immer keine Menschen sind. Folglich legen Hunde Verhaltensweisen an den Tag, die für einige Menschen so gar nicht in unsere Gesellschaft passen:

Sie heben die Beinchen, buddeln Löcher, springen den Mensch an und sie bellen natürlich auch in den verschiedensten Situationen. Obwohl es sich dabei im Grunde um ganz normale Verhaltensweisen handelt, passen sie meist nicht zu den Regeln der menschlichen Gesellschaft und sollen damit möglichst unterbunden oder abgewöhnt werden.

Besonders das Bellen des Hundes wird nicht selten mit einem aggressiven Verhalten gleichgesetzt und so ist es wichtig, dass ein Hundebesitzer hier klare Grenzen setzt. Denn nur so ist ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund möglich. In den folgenden Zeilen erklären wir Ihnen, warum ein Hund Menschen anbellt und wie man es dem Vierbeiner abgewöhnen kann. 

Hund bellt Menschen an: Was tun?

Bevor Sie etwas gegen das Bellen des Hundes tun können, müssen Sie zunächst die Ursachen für die Verhaltensweise ausfindig machen. Da ein Hund nur begrenzte Möglichkeiten hat, sich verbal auszudrücken, kann das Bellen allerdings auch auf eine ganze Rehe möglicher Ursachen zurückgeführt werden. Bellen ist ein ganz normales Kommunikationsverhalten und kann Freude oder Angst bedeuten, es kann auf Gassigehen aufmerksam machen oder auch ermahnen. Meist kann der Hundebesitzer die mögliche Ursache aus der Situation oder der Körpersprache des Hundes herausfinden:

Wann bellt der Hund?

Bei Radfahrern, Kindern oder einfach immer? Bei welcher Distanz beginnt der Hund zu Bellen? Viele Hunde drücken durch ein starkes Bellen auch ihre Unsicherheit aus oder sie möchten einfach nur ihr Revier vor möglichen Eindringlingen verteidigen. Auch hierbei handelt es sich grundsätzlich um einen ganz normalen Reflex, der lediglich durch die helfende und schützende Hand des Besitzers entschärft werden kann.

Das Bellen abgewöhnen: Aber wie?

Nur eine ruhige und sichere Hand kann einen Hund dazu bewegen, mit dem Anbellen von Menschen aufzuhören. Geduld, Ruhe und Konsequenz sind das A und O in der Erziehung eines Hundes. Wird der Hund ausgeschimpft, wenn er sich lautstark zu erkennen gibt, kann er dies unter Umständen als Gegenbellen verstehen. Dann verspürt das Tier umso mehr den Drang zu Kläffen.

Das Bellen kann anhand der folgenden 5 Säulen schrittweise abtrainiert werden:

1. Verhalten des Hundes identifizieren: Wer wird wie wo wann angebellt?
2. Das Kläffen verhindern
3. Das Bellen unterbrechen
4. Ruhig bleiben
5. Bedürfnisse des Vierbeiners befriedigen

1. Verhalten identifizieren

Finden Sie zunächst heraus, welche Menschen wann besonders angebellt werden. Sind es tatsächlich alle, oder nur Männer? Oder bellt die Fellnase in erster Linie Kinder an? Personen in seltsamer Kleidung, mit flatternden Ärmeln, mit Regenschirmenoder Hüten? Nur beim Gassigehen oder auch innerhalb der Wohnung? Was tut der Hund, bevor er mit dem lautstarken Gebelle beginnt? Fängt er aus heiterem Himmel an zu Kläffen oder gibt es bestimmte Indizien, die darauf hinweisen, das er gleich loslegt? Je mehr Sie über die Verhaltensweisen ihres Hundes herausfinden und umso besser sie ihn eine gewisse Zeit beobachten, desto schneller werden Sie die Ursache für das Kläffen ausfindig machen können.

2. Das Kläffen verhindern

Je früher Sie die Signale Ihres Hundes erkennen können, umso besser und schneller können Sie auch verhindern, das der Vierbeiner mit dem Bellen beginnt. So können Sie ihn rechtzeitig beim Namen rufen oder unter Umständen auch weit genug der Situation ausweichen. Desweiteren kann auch ein Alternativverhalten, was dem Hund gefällt, ihn gut vom Bellen ablenken. Mit Leckerchen klappt ein Ablenkungsmanöver meist besonders gut.

3. Das Bellen unterbrechen

Haben die oben genannten Gegenmittel wie positives Unterbrechungssignal oder konditioniertes Entspannungssignal kein richtiges Gewicht bei Ihrem Vierbeiner, ist es natürlich schwierig, das Bellen zu verhindern oder gar zu unterbrechen. Dann ist es tatsächlich nur noch sinnvoll, die Distanz zur Situation noch weiter zu vergrößern. Sie können nicht erwarten, dass Ihr Hund wieder von alleine aufhört zu bellen, denn schließlich möchte er Ihnen irgendetwas mit der Kläfferei sagen. Besonders wenn er Angst hat, ist es daher wichtig, ihn nicht weiter der beängstigenden Situation auszusetzen. Unter Umständen sieht dann nämlich selbst der liebste Hund keinen anderen Ausweg mehr, als zuzubeißen oder zu schnappen.

4. Ruhig bleiben

Auch wenn Ihnen die Reaktion des Hundes unangenehm ist, Sie müssen ruhig bleiben. Eine konditionierte Entspannung wird auch Ihr Hund spüren, sodass er die Situation sicherlich weniger schlimm einstufen wird. Führen Sie ihn ruhig, aber bleiben Sie konsequent.

5. Bedürfnisse befriedigen

Das Bellen zu ignorieren ist eine äußerst schlechte Idee, denn der Hund fühlt sich dann schlicht und ergreifend von Ihnen alleine gelassen. Im schlimmsten Fall kann sich so sein Verhalten noch verstärken. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Vierbeiner mit einem durchdachten Training die Angst nehmen. Wenn die Fellnase sich von einem Menschen bedroht fühlt, ist es sinnlos, die Person näher in Kontakt mit dem Hund treten zu lassen. Denn ein Hund ist nach wie vor ein Tier, der ebenso wie der Mensch einen natürlichen Überlebensinstinkt verfolgt. Bei Bedrohungen oder angstauslösenden Situationen können also auch Hunde in einen emotionalen Ausnahmezustand geraten und Dinge tun, die sie sonst nicht tun würden (beißen, noch stärker bellen, knabbenetc.).

Hund bellt Menschen an

Hund bellt Menschen an

Hilfreiche Tipps, um dem Hund das Bellen abzugewöhnen

Das Bellen abgewöhnen mit viel Auslauf
Einem Hund, der beispielsweise ständig alleine im Garten gelassen wird, werden Sie kaum das Kläffen abgewöhnen können. Für die Vierbeiner ist eine körperliche Betätigung und eine ausreichende geistige Förderung enorm wichtig. Lange Spaziergänge können Ihrem Tier helfen, dass es sich ausgeglichener fühlt und damit weniger oft zu bellen beginnt.

Bellen abgewöhnen mit einem unangenehmen Geräusch
Es gibt die Möglichkeit, einem Hund das Bellen abzugewöhnen, indem er mit einem unangenehmen Geräusch konfrontiert wird, sobald er mit dem kläffen beginnen will. Dies bezeichnet man auch als Konditionierung. Immer wenn der Hund übermäßig viel bellt, ertönt für ihn etwa 2 Sekunden lang ein unangenehm klingender Ultraschallton. Menschen nehmen diesen Ton nicht wahr und auch für den Hund ist diese Erziehungsmethode völlig gefahrlos.

Ist es ok wenn ein Hund Menschen anbellt ?

Nein das geht gar nicht

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