Hundebiss

Hundebiss. was tun ?

Was ist nach einem Hundebiss zu tun ?

Was sollte ich bei einem Hundebiss tun ? Wie  reagiere ich richtig ? Hier finden Sie die Antwort und mehr über Symptome und Behandlung von Hundebissen.

So wird die Wunde nach einem Hundebiss behandelt:

Sofern es sich um einen sehr leichten Biss handelt, kann die Wunder selbst behandelt werden. In erster Linie muss die Wunde desinfiziert werden. Ob die betreffende Stelle anschließend mit einem kleinen Pflaster abgedeckt wird oder an der Luft besser heilen kann, hängt vom Einzelfall ab. Alleine sollte ein Hundebiss allerdings nur dann behandelt werde, wenn die betreffende Person über eine Tollwut- sowie über eine Wundstarrkrampfimpfung verfügt.

Handelt es sich um eine größere Wunde, so sollten Betroffene möglichst zeitnah einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Hier wird die Wunde professionell gereinigt und verbunden. In manchen Fällen muss die Wunde auch genäht werden.

Je nach Situation sollte der Patient nach der Behandlung einige Tage lange vorsorglich Medikamente einnehmen.

Hundebiss was tun ?

Hundebiss

Rechtliche und gesundheitliche Aspekte nach einem Hundebiss

Wer von einem Hund gebissen wurde, der steht erst einmal unter Schock. Zudem wissen die wenigsten Menschen, was sowohl aus rechtlicher als auch aus medizinischer Sicht auf einen zukommt. Der folgende Text soll Betroffenen dabei helfen, sich nach einem solchen Vorfall schnell wieder zu erholen. Das gilt nicht nur für die eigene Gesundheit als wichtigstes Gut, sondern auch für alle Aspekte der rechtlichen Absicherung.
Wer sich an dieser Stelle auskennt, der bewahrt auch andere Menschen davor, dass sie zukünftig von einem Tier gebissen werden. Auch die Presse berichtet hier immer wieder über nicht schöne Unfälle.

So wird ein Hundebiss definiert

Durch den Biss eines Hundes entsteht eine Verletzung, welche in der Regel lediglich die oberen Hautschichten und das darunterliegende Gewebe betreffen. In dieser Hinsicht gilt ein klassischer Biss als eine rein oberflächliche Wunde. Handelt es sich bei dem Tier hingegen um ein besonders großes Exemplar mit einer dementsprechend höheren Beißkraft, so kann aus einem einfachen Biss auch eine ernsthafte Verletzung werden, welche Gefäße und tieferliegendes Gewebe in Mitleidenschaft zieht. Auch solche Hunde, die besonders aggressiv vorgehen, lassen sich im ersten Moment nur schwer von der gebissenen Person entfernen. Hierbei kommt es zu tiefen Wunden, da sich die Zähne tiefer ins Fleisch eingraben als bei einem kurzen Zuschnappen. Neben der Verletzung ist die Infektionsgefahr der gefährlichste Aspekt eines Hundebisses. Zu einer Infektion kommt es immerhin in einem von zehn Fällen. Die ärztliche Untersuchung des Hundebisses ist daher unerlässlich.

Wann steht Betroffenen nach einem Hundebiss Schmerzensgeld zu ?

Gerade nach ernsthaften Verletzungen durch einen Biss erstatten die Geschädigten häufig Anzeige. Generell ist es so, dass der Hundehalter sich alleine für den Vorfall zu verantworten hat. Es spielt also keine Rolle, ob der Gebissene sich eventuell falsch verhalten hat und den Hund damit gereizt hat oder nicht. Zumeist sind Hundehalter verpflichtet, dem Opfer Schmerzensgeld zu bezahlen. Bei der genauen Höhe werden wiederum alle Umstände berücksichtigt – auch eine eventuelle Mitschuld seitens des Opfers. Zudem hat die Schwere der Verletzung einen maßgeblichen Einfluss auf die fällige Summe. Hierbei kann die Höhe des Schmerzensgeldes enorm schwanken. Zwischen Beträgen von rund hundert Euro bis hin zu mittleren vierstelligen Beträgen ist alles möglich.

Hundehaftpflicht und Hundebiss

Mit einer Hundehaftpflicht sind die Halter eines Vierbeiners immer auf der sicheren Seite. Neben diversen anderen Risiken kommt die Versicherung auch im Falle eines Bisses für den Schaden auf. Allerdings nur dann, wenn die Haftpflichtversicherung bereits vor einem solchen Vorfall abgeschlossen wurde. Aus diesem Grund sollten Halter nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Tier frühestmöglich mit einer guten Versicherung absichern. Meine aktuelle Empfehlung die Hundehaftpflicht der Haftpflichtkasse ist je nach Hund schon für unter 50 Euro jährlich erhhältlich. Für bestimmte Rassen ist diese Versicherung ohnehin verpflichtend – und das nicht ohne Grund! Für Bisse die sich Ihr eigener Hund zugezogen hat kommt eventuell eine Hunde OP Versicherung oder Hundekrankenversicherung in Frage.

Was passiert mit dem Hund nach dem Hundebiss ?

Diese Frage zielt in erster Linie auf den rechtlichen Aspekt des Hundebisses ab. Nachdem sich um die medizinischen Aspekte des Bisses gekümmert wurde, kann in manchen Fällen Schmerzensgeld gefordert werden. Wird der Vorfall an das zuständige Veterinäramt gemeldet, so sind individuelle Auflagen erforderlich, welche sowohl dem Halter als auch dem Tier einiges abverlangen. Der Hund wird sehr häufig als gefährlich eingestuft, wenn er einen Menschen gebissen hat und dieser den Vorfall öffentlich meldet. Hierbei wird keinerlei Rücksicht darauf genommen, ob es sich um eine Rasse handelt, welche generell als besonders aggressiv gilt. Alter, Geschlecht oder Größe spielen ebenfalls keine Rolle. Vor allem gelten Hunde als gefährlich, die andere Tiere jagen oder gar verletzen, aggressiv gegenüber Menschen sind oder einen Menschen beißen. Beim Thema Hundebiss gibt es hier eine Ausnahme: Hat das Tier gebissen, um eine Straftat zu verhindern, gilt es nicht als gefährlich. Das ist zum Beispiel bei Polizeihunden der Fall. Wurde der Biss gemeldet, so wird der Halter gebeten, sich schriftlich zu dem Vorfall zu äußern. Kommt er dieser Aufforderung nach, so werden im Anschluss auch eventuelle Zeugen befragt. Sobald das zuständige Ordnungsamt sich anhand der Aussagen von Halter, Opfer und Zeugen ein Bild gemacht hat, wird über das weitere Vorgehen entschieden. Wird der Hund in der Folge tatsächlich als gefährlich eingestuft, so besteht neben der Maulkorb- auch eine Leinenpflicht. In sehr seltenen Fällen kann auch die Einschläferung eines Hundes angeordnet werden. Hierzu müssen allerdings schwere Verletzungen zugefügt worden sein und der Hund muss eindeutig besonders aggressiv sein.

Den Charakter des Hundes testen: der Wesenstest

Ein Wesenstest dient in erster Linie dazu, den Charakter des Hundes auf den Prüfstand zu stellen. Meistern Tier und Halter dieser Test gemeinsam mit Bravour, so ist das für die Beurteilung des Tieres natürlich sehr gut. Der Test kann entweder im Anschluss an einen bereits erfolgten Hundebiss oder bei besonders gefährdeten Rassen durchgeführt werden. Hierzu zählen die sogenannten Listenhunde, welche per se als besonders gefährlich eingestuft werden. Ohne das Durchlaufen eines Wesenstests müssen die hiervon betroffenen Rassen einen Maulkorb tragen – und zwar immer, sobald sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Was im Detail geprüft wird und wie die einzelnen Prüfungen ablaufen, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Inhalte variieren von Bundesland zu Bundesland und sind dauernden Änderungen unterworfen. Jedes Land entscheidet autark darüber, welche Hunde auf der Liste stehen und für welche Hunde zum Beispiel ein Leinenzwang besteht. Es kann also durchaus sein, dass derselbe Hund in Bayern einen Maulkorb tragen muss, während er in Hessen völlig frei laufen darf.

Hundebisse alles andere als selten

Immer wieder kommt es in Deutschland zu Hundebissen. Zumeist sind andere Hundehalter oder Kinder bzw. Jugendliche betroffen. Gerade kleine Kinder sind aufgrund ihrer geringen Körpergröße extrem gefährdet. Nicht etwa, weil Hunde auf diese Personengruppe besonders aggressiv reagieren, sondern weil sich das Gesicht so nah am Boden befindet. Das Risiko, im Bereich des Kopfes gebissen zu werden, ist bei der Kombination aus großem Hund und kleinem Kind hoch. Todesfälle durch Hundebisse sind glücklicherweise extrem selten. Pro Jahr sterben nur eine bis sechs Personen an den direkten oder indirekten Folgen eines Hundebisses.

Was sind die Auslöser für einem gefährlichen Hundebiss ?

In der Regel sind entweder der Hundehalter oder aber das Verhalten des Gebissenen am Hundebiss schuld. Das Tier selbst reagiert hingegen lediglich auf das fehlerhafte Verhalten eines oder mehrerer beteiligter Menschen. Sofern Kinder in das Geschehen involviert sind, so trifft die Eltern zumindest eine gewisse Mitschuld, da sie ihren Nachwuchs niemals mit einem (fremden) Hund alleine lassen sollten. Kinder können ihr eigenes Verhalten und das Verhalten des Tieres nicht einschätzen. Die meisten Bisse in die Hand stammen daher, dass sich der Gebissene einem Hund nicht vorsichtig genug genährt hat. Erschreckt sich der Hund infolge einer hektischen Bewegung oder einer plötzlichen Annäherung, so ist ein Biss beinahe vorprogrammiert. Weiterhin wird unterschieden zwischen Bissen innerhalb der eigenen vier Wände und Bissen im Freien durch fremde Hunde. Der zweit Falle kommt wesentlich seltener vor.

Tollwut nach Hundebiss- auch in Deutschland noch Fälle?

Viele Menschen denken sofort an das Thema Tollwut, wenn es um einen Hundebiss geht. Während es in Deutschland quasi keine Fälle von Tollwut mehr gibt, ist diese gefährliche Krankheit andernorts längst nicht ausgerottet. Vor allem in Ländern, die zu Asien oder Afrika gehören, ist im Hinblick auf Tollwut höchste Vorsicht geboten.Vor einer Reise in ein fernes Land sollten Reisende dringend über eine Impfung gegen Tollwut nachdenken.

Welche Folgen nach einem Hundebiss sind schwerwiegend ?

Besonders dann, wenn Sehnen, Muskeln oder Knochen durch die Zähne des Hundes beschädigt werden, können langwierige Komplikationen eintreten. Doch auch bei einer augenscheinlich harmloseren Verletzung kann es zu einer Infektion über das Blut kommen. Im Speichel der Tiere ist eine Vielzahl für den menschlichen Organismus gefährlicher Viren und Bakterien vorhanden. Zu den Bekanntesten dürften die Tetanus-Bakterien gehören, welche den gefürchteten Wundstarrkrampf auslösen können. Leider wird die Infektion auf den ersten Blick nicht bemerkt und kann sich daher in tieferen Gewebsschichten stetig weiterentwickeln. Wachsen die Bakterien im Körper stark an, werden Entzündungen sichtbar und spürbar. Sie äußern sich in örtlichen Schwellungen, akuten Rötungen und starkem Juckreiz. Eine Kombination aus allen drei Symptomen gilt als sicheres Zeichen für eine Infektion. Kommen Symptome wie Fieber hinzu, so sollten Betroffene sofort einen Arzt aufsuchen oder den Notdienst rufen.

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1 Kommentar

  1. Bonga sagt:

    So einen Hundebiss sollte man nicht unterschätzen. Das kann schon sehr unangenehm werden wenn sich das entzündet.

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