Kastration Ruede Kosten

Kastration Ruede Kosten

Das kostet eine Kastration beim Rüden

In Deutschland gilt die Deutsche Gebührenordnung der Tierärzte. In dieser Verordnung wird ganz genau festgelegt, welche Behandlung bzw. Therapie wie viel kosten darf. Natürlich findet auch die Kastration beim Rüden Erwähnung.

Laut der gültigen Verordnung darf die OP zwischen 45 Euro und 140 Euro kosten – eine recht große Preisspanne. Mit diesem Preis ist die reine Arbeitsleistung des Tierarztes abgegolten.

Separat berechnet werden dürfen hingegen Medikamente, Verbandmaterial, das Narkosemittel und die Nachsorge. Grundsätzlich hängen die Behandlungskosten vom Gewicht und der Größe des Tieres und von der Schwierigkeit des Eingriffes ab. Wird der Hund notkastriert, so kann die OP deutlich teurer ausfallen.

Wichtige Aspekte einer Kastration beim Rüden

Vor einer Kastration sollte bedacht werden, dass der Eingriff nicht nur körperliche Folgen mit sich bringt. Aus diesem Grund sollten Rüden nur dann kastriert werden, wenn eine medizinische Notwendigkeit gegeben ist oder die ausdrückliche Empfehlung eines Tierarztes oder Hundetrainers vorliegt. Vor allem eine Hypersexualität oder Tumorerkrankungen machen eine Kastration sinnvoll. Weniger empfehlenswert ist eine OP dann, wenn es vorrangig um Schwierigkeiten bei der Erziehung geht, welche durch eine Kastration behoben werden sollen – dieser Plan geht in der Regel ohnehin nicht auf.

Kastration Ruede Kosten

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So läuft die Kastration beim Rüden ab

Bevor es losgehen kann, wird das Fell des Tieres an der Operationsstelle geschoren und anschließend desinfiziert. Sofern es sich um ein sehr braves Exemplar handelt, kann dieser Schritt noch ohne Narkose ausgeführt werden (was aber nicht sein muss), um die Belastung möglichst gering zu halten. Dann werden dem Rüden unter Vollnarkose beide Hoden entfernt.

Hierzu wird zuerst ein Hoden nach vorne geschoben, um die Haut vorsichtig mit dem Skalpell eröffnen zu können. Anschließend wird der Hoden mitsamt dem zugehörigen Samenstrang heraus präpariert und abgebunden. Wenn beide Hoden entfernt wurden, wird die Wunde fest vernäht und verbunden. Sobald der Rüde aufgewacht und einigermaßen stabil ist, kann er vom Halter nach Hause gebracht werden.

Der beste Zeitpunkt für die Kastration des Rüden

Häufig werden Rüden bereits im Alter zwischen 6 und 9 Monaten kastriert. Den Eingriff so früh wie möglich durchzuführen, hat einen wesentlichen Vorteil: Weil die Hoden in diesem Alter noch klein sind, ist der Eingriff in der Regel unproblematisch. Einige Halter und Tierärzte sind der Meinung, dass eine besonders frühe Kastration im Alter von 14 Wochen sinnvoll ist. Die Mehrheit der Tiermediziner empfinden dieses frühe Alter als zu jung und raten zu einer späteren Kastration beim Rüden.

Diese Risiken bringt eine Kastration beim Rüden mit sich

Wie jeder andere operative Eingriff bringt die Kastration beim Rüden einige Risiken mit sich. Gerade bei kleinen Hund kann vor allem die Narkose gefährlich werden, da sich das Mittel bei einem geringen Körpergewicht schwieriger dosieren lässt. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass sich erst während oder im Anschluss an die Operation eine Unverträglichkeit auf spezielle Medikamente herausstellt. Ein weiteres Risiko: Es kann zu Nachblutung im Bereich des Hodensacks kommen. In manchen Fällen muss die Wunde dann erneut geöffnet werden, was die Wundheilung beeinträchtigt und das Risiko für eine Infektion erhöht.

Mit diesen Kosten muss bei der Kastration einer Hündin gerechnet werden

Laut der Deutschen Gebührenordnung der Tierärzte kostet eine Kastration bei der Hündin zwischen 145 Euro und 430 Euro. Die Kosten sind hier deutlich höher als beim Rüden, weil der Aufwand für einen Eingriff ebenfalls höher ist und entsprechend länger dauert. Kosten für Medikamente, Narkosemittel und für die Nachbetreuung kommen hinzu. Sollten Komplikationen auftreten, welche eine spezielle Behandlung notwendig machen, werden diese ebenfalls separat abgerechnet.

So läuft die Kastration einer Hündin ab

Der nüchterne Hund wird vor der OP allgemein untersucht und anschließend in Narkose gelegt. Schmerzmittel sowie ein Antibiotikum werden von vornherein verabreicht. Wenn die betroffenen Stellen rasiert sowie desinfiziert sind, wird die Bauchhöhle der Hündin eröffnet. Beim Entfernen der Eierstöcke muss der Tierarzt besonders vorsichtig vorgehen, um keine Reste im Bauchraum zu belassen und umliegende Gewebe nicht zu verletzen. Aufgrund dieses Aufwands dauert die OP länger als die Kastration beim Rüden. Nach der erfolgreichen Entfernung wird die Wunde sowohl mit einer inneren als auch mit einer äußeren Naht fest verschlossen. Wenn die Hündin wach ist, kann der Halter sein Tier mit nach Hause nehmen. Erst nach ungefähr 10 Tagen werden die nicht resorbierbaren Fäden gezogen.

Diese Risiken bestehen bei der Kastration einer Hündin

Genau wie beim Rüden besteht die Gefahr, dass der Hund die Narkose schlecht verträgt. Zudem ist die Wunde am Bauch deutlich größer, braucht deshalb länger, um zu heilen und kann sich entzünden. Wenn die Wunde nicht gut verschlossen gehalten wird und der Hund die Bauchwunde belecken kann, dann besteht die Gefahr einer unzureichenden Wundheilung. Wenn sich die Wunde entzündet, kann sie außerdem zu eitern anfangen – in diesem Fall ist eine erneute Eröffnung des Bauchraums von Nöten.

Alle Vor- und Nachteile der Kastration im Überblick

Der größte Vorteil bei Rüde und Hündin besteht darin, dass sich die Tiere nicht mehr fortpflanzen können. Halter müssen also nie wieder Angst vor ungewolltem Nachwuchs haben. Weiterhin besteht keinerlei Gefahr mehr, dass sich in den Eierstöcken oder in den Hoden der Tiere lebensgefährliche Tumore bilden können. Bei der Kastration von Hündinnen gibt es einen weiteren positiven Aspekt, was das tägliche Zusammenleben betrifft: Die Blutung hört auf, da die Läufigkeit nicht mehr auftritt. Spezielle Höschen sind nicht länger notwendig.

Ein großer Nachteil kann die Veränderung des Charakters sowohl beim Rüden als auch bei der Hündin sein. Manche Tiere legen außerdem nach einer Kastration an Gewicht zu. Zudem lässt sich eine Kastration nicht mehr rückgängig machen. Überlegt sich ein Halter im Nachhinein, dass er mit seinem Tier gerne züchten möchte, so ist es hierfür leider zu spät. Die Risiken einer OP sind natürlich ein weiterer großer Nachteil.

Wann sollte die Hündin am besten kastriert werden?

Während Rüden am besten zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat kastriert werden sollten, werden Hündinnen bereits im Alter von einem halben Jahr bis zu einem Jahr kastriert. Die große Altersspanne kommt daher, dass kleine Hunderassen weitaus früher geschlechtsreif werden als große Rassen.

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1 Kommentar

  1. Peter sagt:

    Bei mir waren es gestern 110 Euro für meinen Rüden.

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