Leinenpflicht Hessen

Leinenpflicht in Hessen

Leinenpflicht Hessen

In der Gefahrenabwehrverordnung wird in Hessen das Halten und Führen von Hunden geregelt. In der Verordnung wird genau aufgezeigt, wie Hunde in Hessen in der Öffentlichkeit zu halten und zu führen sind. Auch die Leinenpflicht ist durch die Gefahrenabwehrverordnung genau geregelt. Um Ihnen zu zeigen, wo Sie ihren Hund anleinen müssen und wo er frei laufen darf, haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Regelung der Leinenpflicht in Hessen

In Hessen besteht keine allumfassende, allgemeine Leinenpflicht. Jedoch hat sich Hessen dazu entschlossen, eine Leinenpflicht für bestimmte öffentliche Plätze und Veranstaltungen einzuführen.

1. Hunde müssen an der Leine geführt werden bei:

– öffentlichen Veranstaltungen wie beispielsweise Weihnachts- oder Bauernmärkte
– Konzerte
– Festivals
– Events
– Versammlungen jeder Art
– Feste jeder Art
– Messen jeder Art

2. In Gaststätten muss der Hund an der Leine geführt werden.

3. In Hessen besteht eine generelle Anleinpflicht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln.

Eine besondere Regelung gilt für öffentliche Parks und Grünflächen, die von der Allgemeinheit benutzt werden können. Beachten Sie hier die Beschilderung. Alle Parks und Freiflächen in Hessen verfügen über eine Kennzeichnung, die Ihnen sagt, ob Sie Ihren Hund in diesem speziellen Park oder Grünfläche anleinen müssen.

Leinenpflicht für Hunde in Hessen

Leinenpflicht Hessen

Leinenpflicht für Listenhunde in Hessen

Für alle auf der Rasseliste Hessens aufgeführten Hunderassen gilt der Leinenzwang in der Öffentlichkeit. Allerdings gilt nicht nur für Pitbull Terrier und Co. die Leinenpflicht, sondern auch für alle Hunde, die bereits auffällig geworden und denen eine erhöhte Aggressivität bescheinigt wurde.

Ausgenommen der eigenen Wohnung, Haus oder das private Grundstück des Halters gilt dieser Leinenzwang an allen öffentlichen Plätzen in Hessen. Sobald dieser Hund auch nur einen Bürgersteig betritt, muss er an der Leine geführt werden. Zusätzlich besteht bei den sogenannten „Listenhunden“ in ganz Hessen eine Maulkorbpflicht.

Sind Sie Halter eines sogenannten „Kampf- oder Listenhund„, können Sie Ihren Hund durch einen positiv ausgefallenen Wesenstest von Maulkorb- und Leinenzwang befreien lassen. Für ihn gelten dann nur die Regeln, wie für alle anderen Hunde auch.

Leinenpflicht in den Wäldern Hessens

In den Wäldern Hessens können Sie Ihren Hund frei laufen lassen, es besteht keine Anleinpflicht. Allerdings gibt es gewisse Regeln, die Sie zum Schutz und Wohle Ihres Tieres beachten sollten.
Der Hund muss jederzeit unter Kontrolle und auch jederzeit abrufbar sein. Verlässt der Hund den Kontrollbereich seines Halters oder hetzt der Wild hinterher, kann es im schlimmsten Fall tödlich für den Hund ausgehen. In Hessen ist es den Jägern nämlich erlaubt, wildernde Haustiere zu abzuschießen.

Brut und Setzzeit in Hessen

In Hessen besteht keine allgemeine Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit, die im März beginnt und bis zum Juli besteht. Die einzelnen Gemeinden können allerdings selbstständig entscheiden, ob sie einen Leinenzwang während der Brut- und Setzzeit anordnen möchten.

Auch wenn im Allgemeinen keine Leinenpflicht besteht, ist es im Sinne des Naturschutzes, Ihren Hund während dieser Zeit Leinenpflicht anzuleinen und das Tier nicht auf Wiesen oder Äcker herumstromern zu lassen. Auch wenn Ihr Hund ein Wildtier nicht jagt, kann das Aufschrecken eines trächtigen Tieres eine Gefahr für das Wildtier darstellen. Das bloße Beschnupperneines Rehkitzes kann beispielsweise dazu führen, dass das Muttertier ihr Kitz wegen des fremden Geruchs verstößt. Hetzt der Hund ein Wildtier, kann er im schlimmsten Fall von einem Jäger abgeschossen werden, die gerade in der Brut- und Setzzeit besonders aufmerksam über ihr Revier wachen.

Leinenpflicht in Frankfurt am Main

In Frankfurt hat es ein Hund recht schwer, denn außer in den 25 gekennzeichneten Freilaufflächen darf er so gut wie nie unangeleint laufen.
Eine spezielle Anleinpflicht besteht unter anderen an folgenden Orten:

  •  in Gaststätten
  •  der Hund darf in allen öffentlichen Verkehrsmitteln nur angeleint mitgenommen werden
  •  nur angeleint an Haltestellen
  •  in Aufzügen
  • Uferanlagen
  • auf Brücken, Über- und Unterführungen, Treppen oder Rampen
  • speziell in Fußgängerzonen herrscht Leinenpflicht
  • auf Grünflächen-, wenn sie nicht als Hundefreilaufflächen gekennzeichnet sind
  • in den Naturschutzgebieten
  • bei Versammlungen
  • öffentliche Feste aller Art
  • Märkten und Messen
  • unterirdische Anlagen wie zum Beispiel S-Bahnen oder die B-Ebene Hauptwache
  • Die Leinenlänge darf 2 Meter nicht überschreiten. Kommen Ihnen Radfahrer, Spaziergänger, Jogger oder Kinder entgegen, sollten Sie den Hund zu sich rufen und ihn an der kurzen Leine vorbeiführen.

In Frankfurt gilt die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit.

NICHT mitgenommen werden dürfen Hunde (außer Service- oder Blindenhunde) auf Friedhöfe, auf Kinderspielplätze, auf die Liegewiesen und in die Waldspielparks. Dies gilt auch für Veranstaltungen auf den Festplätzen im ganzen Stadtgebiet, wie zum Beispiel die Dippemess. Im Holzhausen und im Günthersburgpark sind Hunde ebenfalls nicht erlaubt.

Listenhunde unterliegen in ganz Frankfurt einem Leinen- und Maulkorbzwang.

Leinenpflicht in Wiesbaden

In Wiesbaden besteht kein allgemeiner Leinenzwang. Jedoch können die Kommunen für ihr jeweiliges Gebiet eine Leinenpflicht bestimmen. Auch die Gefahrenabwehrverordnung sieht einige Plätze vor, an denen Hunde angeleint zu führen sind.

In Wiesbaden müssen Hunde angeleint geführt werden in:

  • allen innerstädtischen Grünanlagen
  • in Gaststätten
  • in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, hier wird auch ein Beißkorb benötigt
  • auf Brücken, auf Über- und Unterführungen und Treppen und Rampen jeder Art
  • bei Versammlungen
  • Volksfesten
  • auf Märkten
  • in allen Fußgängerzonen der Stadt Wiesbaden
  • jegliche Veranstaltungen, auf der viele Menschen zusammen kommen
  • Messen
  • Waldlehrpfade
  • in Aufzügen

Listenhunde unterliegen in Wiesbaden der Leinen- und Maulkorbpflicht. Sie können auch hier Ihren Hund durch einen positiven Wesenstest davon befreien lassen.

Die Strafen für Nichtbeachtung der Leinenpflicht in Hessen

Die Strafen richten sich in der Regel nach dem allgemeinen Bußgeldkatalog. Im schlimmsten Fall können theoretisch nach dem Katalog Bußgelder bis zu 50.000 Euro auferlegt werden. In der Praxis wird es allerdings billiger: in der Regel werden-je nach Gemeinde – Bußgelder zwischen 50 und 140 Euro fällig, hält man die vorgegebene Leinenpflicht nicht ein.

Führt die Nichtbeachtung allerdings zu einer gefährlichen Situation, wird es richtig teuer. Hier können die Bußgelder sehr schnell den vierstelligen Bereich erreichen.
Wird die Leinenpflicht weiterhin ignoriert und es kommt zu Anzeigen, dann wird gerne auch einmal der Maximalbetrag gefordert.

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Strenge der Leinenpflicht in Hessen

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